Growth Mindset Impulse aus dem Lieblingstage Lehrerplaner

Das Motto dieses Schuljahres lautet Growth Mindset – ein Begriff, der auf die Psychologin Carol Dweck zurückgeht und übersetzt so viel bedeutet wie: „Wachstumsdenken“. Es beschreibt die Überzeugung, dass Fähigkeiten, Intelligenz und Talente nicht festgelegt, sondern entwickelbar sind – durch Übung, Ausdauer, Fehlerfreundlichkeit und den Mut, immer wieder Neues zu wagen.

Ob wir in einer Sache wirklich gut werden, entscheidet oft weniger unser IQ als vielmehr unsere Einstellung zu Fehlern und Herausforderungen. Genau hier setzt das Growth Mindset (das dynamische Selbstbild) an: Die Überzeugung, dass unsere Fähigkeiten nicht in Stein gemeißelt sind, sondern sich durch Strategie und Ausdauer entwickeln lassen.

Hier findest du einige fertige Unterrichtsideen, Vorlagen und Projekte zum Ausdrucken, um dir den Start mit Growth Mindset im unterrichtlichen Alltag zu erleichtern!

Mindset-Sprüche für Lehrer*innen:

  • Du machst jeden Tag einen Unterschied – auch wenn du ihn nicht sofort siehst.
  • Lernen braucht Zeit. Vertrauen auch.
  • Kleine Schritte führen zu großen Veränderungen.
  • Perfekt sein ist nicht nötig – präsent sein schon.
  • Ein guter Lehrer inspiriert – auch an schwierigen Tagen.
  • Geduld ist auch eine Form von Mut.
  • Deine Worte können ein Leben verändern.
  • Manchmal braucht ein Kind genau heute jemanden, der an es glaubt.
  • Fehler sind Orte, an denen Lernen beginnt – auch für Lehrer.
  • Wertschätzung wirkt länger als jede Unterrichtsstunde.
  • Du bringst Licht in Räume, in denen vorher keines war.
  • Lehren heißt Hoffnung säen.
  • Jeder Unterrichtstag ist ein neues Blatt – du bestimmst den ersten Satz.
  • Manchmal ist ein offenes Ohr wichtiger als ein perfekter Plan.
  • Auch Lehrer dürfen wachsen.
  • Veränderung beginnt oft im Kleinen – manchmal mit einem einzigen Satz von dir.
  • Du siehst Potenzial, wo andere Probleme sehen.
  • Anerkennung kostet nichts – bewirkt aber vieles.
  • Wer inspiriert, wird niemals vergessen.
  • Du gibst Wissen weiter, aber vor allem gibst du Mut.
  • Ein positives Wort kann den ganzen Tag eines Kindes verändern.
  • Sei stolz auf jeden Fortschritt – auch auf deinen eigenen.
  • Lehren ist die Kunst, Funken zu entzünden.
  • Deine Geduld ist oft der Schlüssel zum Erfolg eines anderen.

Mindset-Sprüche für Schüler*innen:

  • Jeder Tag ist eine neue Chance, besser zu werden als gestern.
  • Dein Einsatz zählt mehr als dein Talent.
  • Fehler sind Beweise dafür, dass du es versuchst.
  • Glaube an dich – der Rest wächst mit.
  • Du kannst alles lernen, wenn du dranbleibst.
  • Große Dinge beginnen oft klein.
  • Mut ist, weiterzumachen, auch wenn es schwierig ist.
  • Dein Denken formt deine Zukunft.
  • Manchmal gewinnt man. Manchmal lernt man.
  • Vergleiche dich nicht – jeder hat seine eigene Reise.
  • Fragen stellen ist ein Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche.
  • Du hast mehr Potenzial, als du jetzt sehen kannst.
  • Du musst nicht perfekt sein – du musst nur anfangen.
  • Jede Frage bringt dich weiter.
  • Deine Gedanken formen deine Möglichkeiten.
  • Ausdauer schlägt Talent, wenn Talent nicht übt.
  • Lernen ist kein Wettlauf – es ist deine eigene Reise.
  • Große Träume brauchen kleine Schritte.
  • Du bist stärker als deine Zweifel.
  • Wer Neues wagt, kann Neues erreichen.
  • Den Mutigen gehört der Fortschritt.
  • Jeder Fehler zeigt dir den nächsten richtigen Schritt.
  • Wenn du an dich glaubst, wird jeder Tag leichter.
  • Du bestimmst, wie du auf Herausforderungen reagierst.

Samenpapier herstellen (ohne Schöpfrahmen)

Das Samenpapier entsteht Schritt für Schritt. Auch beim Lernen entwickeln sich Ergebnisse mit der Zeit.

Du brauchst:

  • Eierkarton (ohne Beschichtung)
  • Blumensamen o. Kräutersamen
  • ggf. farbiges Tonpapier
  • warmes Wasser
  • Pürierstab o. Stabmixer
  • hohes Gefäß (z.B. Messbecher)
  • Backpapier
  • Ausstechförmchen 

So gehst du vor:

  1. Zuerst reißt du den Eierkarton in kleine Stücke und gibst sie in ein hohes Gefäß.
  2. Für eine farbige Note reißt du zusätzlich mindestens ein halbes A4-Blatt farbiges Tonpapier (z.B. blau) in kleine Stücke und gibst es dazu.
  3. Danach drückst du beides im Gefäß etwas nach unten.
  4. Anschließend füllst du das Gefäß mit warmem Wasser auf, bis alles gut bedeckt ist.
  5. Nun lässt du die Mischung mehrere Stunden oder über Nacht einweichen. (siehe Tipp)
  6. Als Nächstes pürierst du die eingeweichte Masse mit dem Pürierstab zu einer weichen, breiigen Masse. Diese Masse nennt man Pulpe.
  7. Jetzt legst du die Ausstechförmchen auf ein Stück Backpapier. Danach gibst du etwas Pulpe in die Förmchen (z. B. mit der Hand) und drückst sie überall gleichmäßig an.
  8. Nun streust du die Samen auf die Pulpe und drückst sie vorsichtig nochmals fest. (siehe Tipp)
  9. Anschließend entfernst du die Förmchen und verwendest sie für die restliche Pulpe erneut.
  10. Zum Schluss lässt du das Samenpapier vollständig trocknen.

Fertig!

Das Samenpapier eignet sich als kleines, selbst gemachtes Geschenk. Wird es eingepflanzt und gegossen, wachsen daraus neue Pflanzen. 

Anleitung als PDF downloaden 

Was wir sehen, ist oft nur der Anfang. Er legt keine Richtung fest, sondern lädt zum Weiterdenken ein. Er eröffnet Möglichkeiten, neue Perspektiven einzunehmen und Bekanntes nicht nur so zu sehen, wie es ist, sondern auch so, wie es werden könnte. 

Wachstum entsteht, wenn wir Vertrautes neu betrachten und offen bleiben für das, was draus werden kann. Wenn wir den Mut haben, Gewohntes zu hinterfragen, entsteht Raum für Kreativität, Entwicklung und neue Ideen. Denn oft beginnt genau dort etwas Neues, wo wir nicht nur das Offensichtliche sehen, sondern weiterdenken.

Zur Anleitung mit Bilder zum Weiterzeichnen (PDF)

Ein Adventskalender für das Kollegium oder für die Klasse ist eine wunderbare Möglichkeit, den Vorweihnachtsstress zu entschleunigen und den Fokus auf das zu lenken, was wirklich zählt: Wertschätzung, Zuversicht und innere Stärke. Hier ist eine Anleitung für einen „Mindset-Adventskalender“, der sich ohne großen Aufwand, aber mit großer Wirkung umsetzen lässt.

Die Idee: „24 Lichtblicke im Advent“. Dieser Kalender besteht aus 24 Kärtchen. Jeden Tag wird ein Spruch gezogen, der als „Motto des Tages“ dient.

Benötigte Materialien:

  • 24 kleine Kärtchen mit Sprüchen
  • Wäscheklammern
  • Ein schöner Ast oder eine lange Schnur
  • Optional: Lichterkette oder Tannengrün zur Deko

Anleitung: Schritt für Schritt

  • Vorbereitung: Schneide 24 Kärtchen zurecht.
  • Aufhängen: Spanne die Schnur im Klassenzimmer oder im Lehrerzimmer auf und befestige die Kärtchen mit den Klammern oder hänge die Sprüche an den Ast.
  • Das Ritual: Legt eine Zeit fest (z.B. Beginn der ersten Stunde oder die Pause im Lehrerzimmer) und lasst den Spruch laut vorlesen.

Beispiel Sprüche für Lehrer*innen

  1. Du machst jeden Tag einen Unterschied – auch wenn du ihn nicht sofort siehst.
  2. Lernen braucht Zeit. Vertrauen auch.
  3. Kleine Schritte führen zu großen Veränderungen.
  4. Perfekt sein ist nicht nötig – präsent sein schon.
  5. Eine gute Lehrkaft inspiriert – auch an schwierigen Tagen.
  6. Geduld ist auch eine Form von Mut.

Die Macht des "NOCH" (Visualisierung)

Dies ist die einfachste, aber effektivste Methode für das Klassenzimmer.

  • Die Übung: Erstelle mit der Klasse ein großes Plakat für die Wand. Auf der linken Seite stehen Sätze des Fixed Mindsets ("Ich kann das nicht", "Das ist zu schwer"). Die Schüler müssen diese Sätze nun auf die rechte Seite umschreiben und dabei zwingend das Wort "noch" einbauen.
  • Ziel: Das Wort "noch" impliziert eine zeitliche Komponente und die Sicherheit, dass das Ziel erreichbar ist.

Der etwas andere Umgang mit Fehlern - Fehler feiern!

Die Schüler*innen sollen verstehen, dass Fehler keine Sackgassen sind, sondern „Informationen für das Gehirn“, um neue neuronale Verknüpfungen zu knüpfen. Um dieses Denken zu schulen, kannst du folgendes im Unterricht ausprobieren:

1. Der Einstieg: Das „Fehler-Geständnis“ (10 Min.)

Beginne die Stunde nicht als perfekte Lehrkraft, sondern als Mensch.

  • Aktion: Erzähle von einem eigenen Fehler, den du diese Woche gemacht hast (z. B. den falschen Anhang verschickt, den Kaffee auf dem Zeugnis verschüttet).
  • Die Frage: „Was habe ich daraus gelernt?“
  • Visualisierung: Schreibe groß an die Tafel: FEHLER = Für Erkenntnisse hilfreiche Lern-Erlebnisse und Resultate.

2. Die „Berühmte Pleiten“-Runde (15 Min.)

Zeige den Schüler*innen, dass Erfolg oft nur die Spitze eines Eisbergs aus Fehlern ist. Beispiele kurz vorstellen:

  • Thomas Edison: Brauchte über 1.000 Versuche für die Glühbirne. („Ich bin nicht gescheitert. Ich kenne jetzt 1.000 Wege, wie man keine Glühbirne baut.“)
  • J.K. Rowling: Wurde von 12 Verlagen abgelehnt, bevor Harry Potter gedruckt wurde.
  • Post-its: Waren eigentlich ein misslungener Kleber, der nicht richtig hielt.

3. Die Hauptaktivität: Die Fehler-Transformation (20 Min.)

Jetzt werden die Schüler*innen selbst aktiv. Gib jedem ein Blatt Papier (sh. Vorlage) oder ein Post-it.

  • Schritt A: Jeder schreibt anonym einen Fehler auf, den er neulich gemacht hat (mathebezogen, sozial, sportlich).
  • Schritt B: Die Zettel werden in eine „Fehler-Box“ geworfen und gemischt.
  • Schritt C (Die Feier): Du ziehst einen Zettel. Die Klasse applaudiert laut!
  • Schritt D (Das Gold-Schürfen): Die Klasse überlegt gemeinsam: „Was ist das ‚Gold‘ in diesem Fehler? Was lernen wir daraus für das nächste Mal?“
  • Schritt D: Hängt die Fehler an einer Pinnwand aus - Fehler sind Lernchancen und dürfen gemacht und auch gesehen werden. Weiter unten findet ihr eine Vorlage für die Gestaltung der Überschrift Pinnwand.

4. Abschluss: Der „High-Five“ für das Gehirn (10 Min.)

Etabliere ein neues Ritual für die Zukunft. Wenn ein/e Schüler/in im Unterricht einen Fehler macht, antworte nicht mit „Falsch“, sondern mit: „Danke für diesen Fehler!" Er hilft uns gerade, ein wichtiges Missverständnis zu klären. “Wer sieht, wo der Denkfehler liegt?“ Lass auch deine Schüler*innen üben, Sätze umzuformulieren!

Viel Spaß bei der Umsetzung!

Random Acts of Kindness (RAK) – sind kleine, uneigennützige Gesten, die man ohne besonderen Anlass und ohne Erwartung einer Gegenleistung für andere tut. Das Ziel? Den Tag einer anderen Person ein bisschen heller zu machen. In der Schule ist das ein fantastisches Werkzeug, um das Klassenklima zu stärken und die Empathie der Kinder spielerisch zu schulen.

Die Idee für dein Klassenzimmer: Die „Glücks-Post“

Die „Glücks-Post“ ist eine einfache, aber extrem wirkungsvolle Methode, um Freundlichkeit fest im Schulalltag zu verankern.

So funktioniert’s:

  • Die Box: Gestaltet gemeinsam eine bunte Box, welche als “Briefkasten” dient.
  • Die Zettel: Lege kleine Vorlagen bereit (z. B. „Ich finde toll an dir, dass...“ oder „Danke, dass du mir heute bei ... geholfen hast“, …).
  • Die geheime Mission: Die Kinder haben die ganze Woche Zeit, heimlich Beobachtungen zu machen. Wenn sie sehen, dass jemand einem anderen hilft, etwas teilt oder einfach nur besonders nett war, schreiben sie eine kleine „Glücks-Nachricht“.
  • Die Leerung: Einmal pro Woche (z. B. am Freitag im Klassenrat) wird der Briefkasten feierlich geleert und die Nachrichten werden vorgelesen oder verteilt.

Warum wir diese Idee empfehlen? Sie hat gleich mehrere tolle Effekte:

  • Die Kinder üben das Schreiben mit einer echten, positiven Motivation.
  • Sie suchen aktiv nach dem Guten bei ihren Mitschüler*innen, statt sich auf Fehler oder Streitigkeiten zu konzentrieren.
  • Sie stärkt das Selbstwertgefühl: Ein Lob von einem Gleichaltrigen wiegt oft schwerer als ein Lob von der Lehrkraft.